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14.04.2011, 16:31 Uhr

CDU Moabit diskutiert über Mobilität in Berlin

Am 12. April führte die CDU Moabit eine gutbesuchte Veranstaltung zum Thema Mobilität in Berlin durch. Erstmalig konnte hierfür ein Bereich in der neugestalteten Zunfthalle, der vormaligen Arminiusmarkthalle, genutzt werden.  Unter der Moderation von Volker Liepelt diskutierten Jörg Becker vom ADAC, Yorck Kaempfer von der S-Bahn Berlin, Dr. Benno Kirsch vom ADFC und Oliver Scholz, Mitglied im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses.

Der verkehrliche Umbau der Turmstraße, die A100 und Tempo 30: dies waren nur einige Themen, die zur Diskussion standen. Klar wurde: bei 3,5 Millionen Einwohnern gibt es einen erheblichen Bedarf an Mobilität – und der ist nicht bloß zum Spaß. Zulieferer, Paketzusteller, Selbständige, Handwerker und sonstiger Wirtschaftsverkehr sind evident für die Lebensqualität und die Wirtschaftskraft der Stadt. „Eine Stadt, die keinen Verkehr mehr hat, ist keine lebenswerte Stadt mehr“, so Yorck Kämpfer von der S-Bahn. Eine Verdrängung jeglicher versorgender Infrastruktur und damit auch des Verkehrs an den Rand der Stadt sei weder realistisch noch eine Option für die Zukunft.

Ähnlich sah dies Oliver Scholz MdA, der dafür plädierte „statt mit Verboten, mit Angeboten“ an die Verkehrsteilnehmer zu agieren. Da der Rot-Rote Senat das Thema schleifen lasse, fehle es vor allem an schlüssigen Konzepten. Insgesamt müssten die Verkehrsmittel „sauberer, pünktlicher und sicherer“ werden. Eine Konkurrenz der einzelnen Verkehrsträger wurde nicht gesehen. Im Gegenteil: Ziel müsse ein harmonisches Miteinander sein. Schließlich nutze der Berliner die Verkehrsträger „quer durch den Gemüsegarten“, so Oliver Scholz, MdA.

Wie sehr Anspruch und Wirklichkeit gerade beim Thema Mobilität auseinanderklaffen, merkte  Jörg Becker vom ADAC zum Thema Tempo 30 an. So würden die gleichen Leute, die bei sich in der Straße für Tempo 30 kämpften, sich über den zunehmend verlangsamten Weg zur Arbeit beklagen. Zusätzliche Reizthemen für die Anwesenden waren zu viele „rote Wellen“ an den Ampeln und zu viele Hindernisse, die einen gleichmäßig fließenden Verkehr behinderten.

Deutlich wurde: um Berlin in Fragen Mobilität zukunftsfähig zu machen, braucht es ein modernes und überzeugendes Verkehrskonzept mit Mut zur Kreativität. Zu wenig würden derzeit neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Beispiele aus dem Ausland in die Planungen und Überlegungen einbezogen werden.

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